Freitag und Robinson in Berlin

Gastprojekt der UDK Berlin & HEAD Genève, Skulpturenpark Berlin Zentrum, 12.-19. Juni 2010

Ein Gemeinschaftsprojekt der Universität der Künste Berlin mit Studierenden der Klasse Ursula Neugebauer und der Haute école d'art et de design Genève, mit Studierenden des Studiengangs Sculpture, Installation, Espace begleitet von Katharina Hohmann, Christian Gonzenbach und Pierre-Alain Zuber.

Zur Eröffnung der Ausstellung
am Samstag, 12. Juni 2010 um 12 Uhr
laden wir herzlich ein.

Marcus Becker, Marie Bucheler, Sven Cishmack, Natalia Comandari, Fabio Cremonese, Trudy Dahan, Gohar Dashti, Benjamin Dewor, Vicky Dovat, Seren Ersoy, Vianney Fivel, Julie Freisleben, Eva Gerth, Francisca Gómez, Marie Harten, Marie Jeschke, Cecilia Jonsson, Diane Kalogiannidis, Lukas Julius Keijser, Maija Kovari, Karoline Kreißl, Romain Legros, Mariel Mattern, Isabelle Pittet, Nicolas Raufaste, Lisa Ribler, Zoe Rossion, Mylène Silva, Cerrah Trapp, Eike von Vacano, Rosalie Vasey, Imke Webel

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Freitag und Robinson in Berlin ist der zweite Teil des Projektes „Von Inseln und Identitäten“, das an unterschiedlichen Orten stattfindet: Die erste Ausstellung wurde im November 2009 in der Galerie LIVE IN YOUR HEAD, dem Projektraum der Haute école d'art et de design Genève, in Genf veranstaltet, die zweite wird nun in Berlin eröffnet.
Initiiert von Prof. Ursula Neugebauer (UdK Berlin) und Prof. Katharina Hohmann (HEAD Genève,) haben Studentengruppen beider Hochschulen sich zunächst mit der antagonistischen geografischen Situation der Orte ihrer jeweiligen Herkunft - Genf und Berlin – auseinandergesetzt. Als Ausgangspunkte dienten die topografischen Konstanten dieser Orte: sich gegenüberliegende Pole und beide auf ihre Art Inseln. Das Projekt Von Inseln und Identitäten versucht auf seine Weise, die beiden Städte und die jeweiligen Spezifika der Ausstellungsorte – in Genf in einem Innenraum und nun in Berlin auf einem unbebauten Grundstück im (halb)öffentlichen Raum – zusammenzudenken.
Das polyphone, vielgestaltige Gelände des sog. Skulpturenpark_Zentrum (www.skulpturenpark.org), das seit 2006 für künstlerisch-interventionistische Auseinandersetzungen genutzt wird, zeigt sich als verwilderte Landschaft, als Biotop, als Gebiet artenreich wuchernder Vegetation in Berlins zentralster Bauzone. Die Annäherung an diesen Ort ist eine zeitgenössiche Robinsonade mit offenem Ausgang. Die Spielregel ist simpel: Es gilt, sich auf diesem Terrain eine temporäre Existenz zu schaffen - mit der Stadt, mit der Natur, mit den anderen Nutzern, als Gestrandeter, als Forscher, als Mensch, als Künstler. Ähnlich wie bei Robinson Crusoe im Roman von Daniel Defoe geht es ums Überleben und Lebbar-Machen eines unwirtlichen Ortes. Eine Woche lang bearbeiten die Studenten allein, zu zweit oder in größeren Arbeitsgruppen diese verwunschene wie öffentliche urbane Zone, machen sie als utopischen kollektiven Raum sichtbar und zeigen, dass das Paradies wohl immer gleich nebenan zu suchen und zu finden ist.
Die Ausstellung eröffnet am 12. Juni 2010 um 12.00 Uhr und läuft bis zum 19. Juni.

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